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Alarmierung |

Alarmierungskonzept BL
Der Kanton Basel-Landschaft hat in den letzten Jahren die Alarmierung der Feuerwehren des Kantons neu organisiert. Diese Neuorganisation wurde von der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung angezogen und in Zusammenarbeit mit der Polizei Basel-Landschaft durchgeführt. Ziel war eine rasche und wirtschaftliche Alarmierung über eine Alarmzentrale für den ganzen Kanton.
Wie läuft die Alarmierung gemäss neuem Alarmierungskonzept ab?
Die Notrufnummern 112, 117 und 118, welche im Kanton Baselland gewählt werden, laufen auf der Alarmzentrale in Liestal auf. Ein Zentralist der Polizei nimmt den Anruf entgegen und bearbeitet ihn. Er alarmiert immer die erste Gruppe der zuständigen Feuerwehr. Ein Offizier der Feuerwehr quittiert den Alarm über Kanal 8 und kann via Funk weitere Mittel aufbieten. Wird der Alarm nicht quittiert, alarmiert die AZ die zuständige Stützpunktfeuerwehr.
Wie funktioniert das Pagingsystem?
Das Infrastruktur für das System stammt ursprünglich von der Swisscom. Vor ca. einem Jahr wurde das Telepagesystem einem privaten Anbieter, der Firma Allwireless verkauft. Die AZ unterhält zur Pagerzentrale eine Standleitung. Per Computer wird die Alarmmeldung eingegeben und dann via Zentrale über die entsprechenden Sender ausgestrahlt. Die Sender sind so plaziert, dass sie sich überlappen und jeder Ort von mindestens zwei Sendern bedient wird.
Wie funktioniert die Quittierung über Kanal 8?
Basierend auf der Funkinfrastruktur der Polizei wurden Relaisstationen im ganzen Kanton aufgebaut. Durch einen codierten Selektivruf wird der Funkkanal auf der AZ geöffnet, durch einen zweiten, darauf folgenden Selektivruf kann der Zentralist erkennen, welche Feuerwehr ihn ruft. Die Verbindung zur AZ ist dank den Relaisstationen für den ganzen Kanton flächendeckend sichergestellt. Der Funkrufname der AZ ist Birs-Zentrale.
Pagerausfall
Es kann durchaus vorkommen, dass systembedingt oder durch einen Unfall das Pagersystem ausfällt. Dies wird der AZ sofort durch eine entsprechende Meldung auf dem Bildschirm mitgeteilt. Dann kann der Zentralist 20 Feuerwehrleute über das so genannte TNS, das Telefon-Not-System, alarmieren.
Alarmierung Feuerwehr Birsfelden
Alle Angehörigen der Feuerwehr Birsfelden sind mit einem Pager Motorola Advisor oder Scriptor ausgestattet. Es besteht folgende Gruppenaufteilung:
| Gruppe 1 | Kommando |
| (Nacht 18:00-06:00 Uhr und Wochenende) | |
| Gruppe 1 | Tagespikett |
| (Werktage 06:00-18:00 Uhr) | |
| Gruppe 2 | Tagespikett 2 |
| Gruppe 3 | |
| Gruppe 4 | |
| Gruppe 5 | |
| Gruppe 6 | |
| Gruppe 7 | ganze Feuerwehr |
| Gruppe 8 | kleine Oelwehr |
| Gruppe 9 | Bootsführer |
In der Regel wird durch die AZ die Gruppe 1 alarmiert. In der Nacht und am Wochenende wird durch das Kommando zusätzlich eine weitere Gruppe alarmiert (ausgenommen Kleineinsätze). So haben alle AdF genügend Einsätze, was sich positiv auf die Motivation und Einsatzerfahrung auswirkt.
Die Zentrale im Feuerwehrdepot ist mit einem Alarmierungscomputer ausgestattet. Durch diesen können weitere Aufgebote in einer zweiten Phase durch den Zentralisten der Feuerwehr Birsfelden selbstständig durchgeführt werden.