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Schutzausrüstung |
Die persönliche Schutzausrüstung
„Die gute alte Zeit“
Früher wurde die Feuerwehr - nicht nur in Birsfelden - vor allem zu Bränden
gerufen. Der Begriff der Hilfeleistung und die Tatsache, dass Feuerwehren nicht
nur zum Feuerlöschen eingesetzt werden können, war damals unbekannt. Noch zu
Beginn der 50er Jahre bestand die persönliche Ausrüstung eines Feuerwehrmannes
in Birsfelden lediglich aus einer Brandschutzjacke und einem Stahlhelm.
Handschuhe wurden, wenn überhaupt, einige wenige auf den Einsatzwagen mitgeführt
und Stiefel brauchte es nicht, weil ohnehin jeder Arbeiter über hohe Schuhe
verfügte...
Überdies wurde die eigene Sicherheit - für heutige Verhältnisse undenkbar - sträflich vernachlässigt. Zum Innenangriff im Brandeinsatz wurde mangels Atemschutzgeräten einfach mit einem nassen Rauchschwamm vor dem Mund oder dem zwischen den Lippen eingeklemmten Schnurrbart vorgegangen!
Auch in Bezug auf die Atemschutzausrüstung machten sich Verbesserungen bemerkbar. Erste Pressluftatmer vom Typ AGA 224 (Zweiflaschengerät) wurden angeschafft. Welch Quantensprung in der Brandbekämpfung - zusammen mit den nun aufkommenden Tanklöschfahrzeugen war man schon einen grossen Schritt weitergekommen!
Praktisch gleichzeitig erfolgte der Wechsel vom weissen Kunststoffhelm zu einem neuartigen amerikanischen Feuerwehrhelm aus glasfaserverstärktem Kunststoff GFK, nachdem es bei Einsätzen zu Abschmelzungen an den weissen Helmen gekommen war. Der neue Helm des Fabrikats SAFECO 911 wurde durch die Feuerwehr Birsfelden erstmals in der Schweiz eingesetzt und verfügte über ein abklappbares Visier, ein Ausrüstungsdetail, das heute an allen Helmen zu finden ist. Als Erkennungsmerkmal wurden alle Helme mit einer formschönen Messingplakette versehen, welche das Emblem der Birsfelder Feuerwehr trägt - den Füürgüggel (Die Plakette ist übrigens im Fan-Shop käuflich zu erwerben!). Zudem wurden die Helme erstmals in drei verschiedenen Grundfarben beschafft: Rot für Offiziere und Einsatzleiter; limeyellow für Gruppenführer/Atemschutzgeräteträger und weiss für Soldaten und Rekruten.
Auch auf dem Gebiet des Atemschutzes hat sich einiges getan. Mit Indienststellung des Tanklöschfahrzeuges „BLITZ“ im Jahre 1987 wurden die AGA-Zweiflaschengeräte gegen leichtere und einfacher zu bedienende Einflaschen-Pressluftatmer des Typs Interspiro IS-140 ausgetauscht.
Deshalb wurde unverzüglich eine Beschaffungskommission eingesetzt, die sich mit der Evaluation neuer Brandkombis und -Jacken befasste. Nach einem politischen Zwischenspiel konnten die neuen Kombis schliesslich im Jahre 2001 bestellt werden. Speziell an dieser Arbeitskleidung ist neben der flammfesten Ausführung vor allem die Farbe - khakibraun mit schwarzen Einsätzen, die bei Anstrahlung silbern reflektieren! Ausserdem sind die neuen Brandkombis mit Knieschutzpolstern versehen, was gerade beim Innenangriff oder bei Hilfeleistungen sehr angenehm ist. Die neuen Kombis haben sich in verschiedenen Einsätzen bereits bewährt.
Premiere: Neue Brandjacken mit integriertem Rettungsgurt
Im November 2003 wurden die neuen Brandschutz-Jacken ausgeliefert. Diese
Schutzbekleidung entspricht den neuesten EN-Normen und verfügt erstmals über
einen integrierten Rettungsgurt. Dieser in der Jacke eingenähte Gurt ersetzt den
bisher über der Schutzkleidung getragenen Rohrführergurt. Die neue Brandjacke
passt farblich zum bereits 2001 beschafften Brandkombi und ist rückseitig
nunmehr endlich mit einem "Feuerwehr"-Schriftzug auf einem reflektierenden
Aufdruck versehen. Mit den bisherigen, orangen Nomex-Jacken ohne Aufschrift
waren die Feuerwehrleute - gerade bei Einsätzen auf der Autobahn - nicht immer
klar erkenntlich. Überhaupt wird bei der neuen Schutzjacke die Sicherheit gross
geschrieben: verschiedene Warnstreifen in nachleuchtender und reflektierender
Ausführung und eine separate, von aussen zugängliche Eingrifftasche für ein
persönliches Rettungsmesser sind nur einige Merkmale dieser Brandjacke neuester
Generation. Für den persönlichen Komfort sorgen viele Taschen innen und aussen
an der Jacke, in denen Kleinmaterial wie Latex-Handschuhe, Schreibzeug und
Faltkarten-Reglemente sicher aufgehoben ist.
Mit dieser Schutzbekleidung ist die Feuerwehr Birsfelden wieder einmal der Zeit
voraus: als erste Feuerwehr in der Region Nordwestschweiz hat Birsfelden alle
Feuerwehrangehörigen mit einer Brandjacke mit integriertem Rettungsgurt
ausgerüstet. Die neuen Jacken haben sich mittlerweile in Dutzenden von Einsätzen
und kantonalen Kursen im ifa (interkantonales
Feuerwehrausbildungszentrum, Balsthal)
hervorragend bewährt.
Neue Arbeitsbekleidung
Wurden bisher Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen, Übungen und Kurse in einem
grauen Baumwoll-Arbeitskombi durchgeführt, konnte 2002 auch hier eine
schrittweise Ersatzbeschaffung durchgeführt werden.
So erhält jeder Angehörige der Feuerwehr (AdF) eine blaue Stoffhose mit Knieverstärkung und einen Langarmpullover mit Rückenbeschriftung. Der Schriftzug „Feuerwehr Birsfelden“ ist rückseitig in weiss aufgedruckt, während auf der linken Vorderseite das Füürgüggel-Emblem angebracht ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass die AdF ein kurzarm T-Shirt mit gleichen Aufdrucken selber erwerben können.
- Arbeitsbekleidung bestehend aus blauer Hose mit Pullover
- Brandschutzausrüstung bestehend aus Brandjacke, Brandkombi, Stiefel, Rohrführergurt, Helm, NOMEX-Kopfschutzhaube („Kopfpariser“) und einem Paar Handschuhen
Alles in allem Ausrüstung im Werte von über Fr. 2'000.-- pro Person! Mit dieser Schutzbekleidung ist es möglich, den Einwohnerinnen und Einwohnern auch in den brenzligsten Situationen Hilfe zu leisten.