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Depotgeschichte

Das neue Feuerwehrdepot

Das alte Depot ist zu klein
Nachdem das 1931 erbaute Feuerwehrdepot gegen Ende der 70er Jahre nicht zuletzt wegen Fahrzeugbeschaffungen und Übernahme der Ausrüstung für den Ölwehrstützpunkt aus allen Nähten zu platzen drohte, musste dringend für Ersatz gesorgt werden. Im alten Depot mussten sich die Feuerwehrleute zwischen den ausrückenden Fahrzeugen umziehen und standen dabei regelmässig in den Abgaswolken der ausfahrenden Wagen. Zudem standen die Fahrzeuge hintereinander in der Garage. Sie waren nur dank kniffligen Rangiermanövern aus der Halle zu fahren!

Zwischenspiel im Depot-Provisorium
Schliesslich war es soweit und die Gemeinde bewilligte einen Depot-Neubau an der Stelle des alten Magazins. Dies bedingte jedoch einen vorübergehenden Umzug der kompletten Feuerwehr Birsfelden in ein Depot-Provisorium auf dem Hartplatz neben der Schwimmhalle!! Alle Fahrzeuge, Anhänger und die ganze Ausrüstung dislozierten im Mai 1985 für mehrere Monate in ein umfunktioniertes Festzelt mit Rolltoren! Diese Tore funktionierten am Anfang so schlecht, dass ein Ausrücken nur mit Verspätung möglich war. Erst stärkere Elektromotoren schafften Abhilfe!

Projekte und Realisierung
Für den Bau eines neuen Feuerwehrdepots wurden verschiedene Entwürfe angefertigt. Lediglich auf den Plänen bestand das Projekt, neben dem Depot gleich noch Dienstwohnungen für Feuerwehrleute zu bauen. Ebenso wurde eine Unterkellerung des Vorplatzes und die Einrichtung einer Einstellhalle für Einsatzfahrzeuge oder Fremdvermietung nicht realisiert. Geplant war die Garagierung der Gerätschaften des Zivilschutzes und selten benötigter Feuerwehrfahrzeuge und -anhänger.

Einzigartig für einen Depotneubau ist hingegen der Schlauchturm. Dieser war in ursprünglichen Projekten nicht vorhanden. Der Schlauchturm ermöglicht, gereinigte und nasse Feuerwehrschläuche aller Dimensionen nach einem Einsatz zum Trocknen aufzuhängen. Im Gegensatz zu Schlauchpflegeanlagen, wo die Schäuche nach der Reinigung in einer Maschine automatisch getrocknet und aufgerollt werden, können im Turm auch andere Gegenstände retabliert werden. So müssen immer wieder Seile oder Ölsperrenelemente nach Einsätzen gewaschen und anschliessend getrocknet werden. Ohne Schlauchturm wäre die Wartung solcher Gerätschaften nur mit erheblichem Mehraufwand möglich.

Im Juni 1986 konnte das neue Feuerwehrdepot feierlich seiner Bestimmung übergeben werden. Mit einem zweitägigen Fest und einem Tag der offenen Tür konnte die Bevölkerung daran teilnehmen und sich von der Zweckmässigkeit des Neubaus überzeugen.

Besondere Merkmale sind:

- Geheizte, grossräumige Fahrzeughalle ohne Pfeiler und Stützen (freitragende Dachkonstruktion)
- Kommandozentrale im 1. OG, mit Sicht in die Fahrzeughalle
- 2 Garderoben: eine für Einsatzbekleidung in der Fahrzeughalle, eine für Arbeitsbekleidung und Privatsachen im 1. UG
- Grosse Atemschutzwerkstatt mit festinstallierter Füllanlage für Pressluftflaschen (eigener Kompressor) und Trocknungsstation für Kreislaufgeräte
Separate Waschhalle für die Fahrzeugreinigung
Schlauchwaschanlage mit direkter Verbindung zum Schlauchturm
- Grosszügiger Vorplatz

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Pikettparkplätze vor dem Depot für Feuerwehrangehörige, die mit dem Privatauto zum Einsatz einrücken
- Abgasabsauganlage in der Fahrzeughalle