![]() |
Depotgeschichte |
Das neue Feuerwehrdepot
Das alte Depot ist zu klein
Nachdem das 1931 erbaute Feuerwehrdepot gegen Ende der 70er Jahre nicht zuletzt
wegen Fahrzeugbeschaffungen und Übernahme der Ausrüstung für den
Ölwehrstützpunkt aus allen Nähten zu platzen drohte, musste dringend für Ersatz
gesorgt werden. Im alten Depot mussten sich die Feuerwehrleute zwischen den
ausrückenden Fahrzeugen umziehen und standen dabei regelmässig in den
Abgaswolken der ausfahrenden Wagen. Zudem standen die Fahrzeuge hintereinander
in der Garage. Sie waren nur dank kniffligen Rangiermanövern aus der Halle zu
fahren!
Projekte und
Realisierung
Für
den Bau eines neuen Feuerwehrdepots wurden verschiedene Entwürfe angefertigt.
Lediglich auf den Plänen bestand das Projekt, neben dem Depot gleich noch
Dienstwohnungen für Feuerwehrleute zu bauen. Ebenso wurde eine Unterkellerung
des Vorplatzes und die Einrichtung einer Einstellhalle für Einsatzfahrzeuge oder
Fremdvermietung nicht realisiert. Geplant war die Garagierung der Gerätschaften
des Zivilschutzes und selten benötigter Feuerwehrfahrzeuge und -anhänger.
Einzigartig für einen Depotneubau ist hingegen der Schlauchturm. Dieser war in ursprünglichen Projekten nicht vorhanden. Der Schlauchturm ermöglicht, gereinigte und nasse Feuerwehrschläuche aller Dimensionen nach einem Einsatz zum Trocknen aufzuhängen. Im Gegensatz zu Schlauchpflegeanlagen, wo die Schäuche nach der Reinigung in einer Maschine automatisch getrocknet und aufgerollt werden, können im Turm auch andere Gegenstände retabliert werden. So müssen immer wieder Seile oder Ölsperrenelemente nach Einsätzen gewaschen und anschliessend getrocknet werden. Ohne Schlauchturm wäre die Wartung solcher Gerätschaften nur mit erheblichem Mehraufwand möglich.
Im Juni 1986 konnte das neue Feuerwehrdepot feierlich seiner Bestimmung übergeben werden. Mit einem zweitägigen Fest und einem Tag der offenen Tür konnte die Bevölkerung daran teilnehmen und sich von der Zweckmässigkeit des Neubaus überzeugen.
Besondere Merkmale sind:
-
Geheizte, grossräumige
Fahrzeughalle ohne Pfeiler und Stützen (freitragende Dachkonstruktion)
-
Kommandozentrale im 1. OG, mit Sicht in die
Fahrzeughalle
- 2
Garderoben: eine für Einsatzbekleidung in der
Fahrzeughalle, eine für Arbeitsbekleidung und Privatsachen im 1. UG
- Grosse
Atemschutzwerkstatt mit festinstallierter Füllanlage
für Pressluftflaschen (eigener Kompressor) und Trocknungsstation für
Kreislaufgeräte
Separate
Waschhalle für die Fahrzeugreinigung
Schlauchwaschanlage
mit direkter Verbindung zum Schlauchturm
- Grosszügiger
Vorplatz
- Pikettparkplätze
vor dem Depot für Feuerwehrangehörige, die mit dem Privatauto zum Einsatz
einrücken
- Abgasabsauganlage in der Fahrzeughalle