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Ölwehrübung Siegfried, Zofingen; 20.10.2001

                                           


Baselbieter Ölwehrstützpunkte bilden sich weiter

Eigene Grenzen kennen
Mit Unterstützung des Baselbieter Amtes für Umweltschutz und Energie konnten sich die Kader der Ölwehrstützpunkte Birsfelden, Laufen und Sissach in der Chemiewehrschule Siegfried in Zofingen weiterbilden. Wert wurde dabei auch auf einen bewussten Umgang mit den Gefahren für die Rettungskräfte und die Umwelt bei einem Schadenereignis gelegt.

Begleitet von Hans Wüthrich und Heinz Argenton vom Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft bildeten sich über dreissig Kaderangehörige der Baselbieter Ölwehrstützpunkte am vergangenen Samstag weiter. In der renommierten Chemiewehrschule der Siegfried AG in Zofingen konnten sie ihre Kenntnisse auffrischen und vertiefen. Dabei blieb es nicht nur bei der Theorie, die Ölwehrspezialisten aus Birsfelden, Laufen und Sissach konnten die Umsetzung des Gelernten auch gleich üben.

Besonderen Wert legten die Ausbildner auf die Kenntnis der Grenzen und Möglichkeiten, die sich bei der Behandlung von Schadenereignissen für die Ölwehr ergeben. Sie zeigten, wie die Lage beurteilt werden kann und welche Massnahmen bei bestimmten Anzeichen zu ergreifen sind. Dabei konnten die Teilnehmer auch lernen, wann die Chemiewehr aufzubieten ist, und welche Vorarbeiten sie für diesen Spezialdienst leisten kann. Ein wichtiges Ziel war es auch, die rasche und effiziente Dekontamination von Opfern zu üben. Es wurde ihnen auch in der Praxis gezeigt, dass in solchen Fällen rasches Handeln vor Perfektion kommt, da die Folgen der Schadstoffe mit zunehmender Einwirkungszeit immer schwieriger zu beseitigen sind.

Praktische Übungen nahe an der Realität
Bei den praktischen Anwendungen ging es darum, die Gefahrenquelle rasch zu erkennen und richtig zu reagieren. Für zusätzliche Spannung sorgte, dass Personen aus der Gefahrenzone zu retten waren; denn die eigene Sicherheit der Rettenden durfte dabei nicht ausser Acht gelassen werden. Dank der realitätsnahen Übungsanlagen zeigte es sich immer sehr rasch, wenn Fehler gemacht wurden. Insbesondere beim Umgang mit Dieselhavarien waren Erfolg beziehungsweise Misserfolg für die „Fehlbaren“ direkt zu riechen.

Höhepunkt des Tages war für die Baselbieter Ölwehrspezialisten sicher der dreifache Löschangriff, bei dem das Kühlen von Flüssigkeitsbränden im Massstab 1:1 geübt werden konnte. Hier zeigten die Instruktoren, wie mit gezieltem Einsatz nicht nur die Gefahr für die unmittelbare Umgebung, sondern auch für die Luft reduziert werden kann. Die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Ausrüstung konnten die Teilnehmer so direkt spüren und erfahren; die Notwendigkeit der Koordination der Löschmittel und der einzelnen Elemente eines Löschangriffs wurde allen deutlich vor Augen geführt.

„Ich bin jetzt zwar erschöpft, aber ich habe wieder viel gelernt“, war das Fazit eines Teilnehmers, der sich zudem sehr darüber erfreut zeigte, dass die Verantwortlichen des Amts für Umweltschutz und Energie auch im kommenden Jahr wieder einen ähnlichen Kurstag planen.

(Text: Feuerwehr Sissach)

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