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Mannschaftsübung Staatsgrube; 24.06.02 |
Grossübung im
Birsfelder Hafen
Explosion brachte Haus zum Einsturz!
Am Montag 24.06.02 fand in der Staatsgrube im Birsfelder Hafen eine grossangelegte Einsatzübung statt. Neben der gesamten Feuerwehr standen der Zivilschutz und der Samariterverein Birsfelden sowie Rettungshunde von REDOG Regionalgruppe Basel im Einsatz!
Spektakuläre Übungsannahme
Eine Explosion in einem Gebäude auf dem Gelände der Staatsgrube an der
Sternenfeldstrasse hat am Montagabend 24.06.02 die Birsfelder Feuerwehr auf den
Plan gerufen. Nach der Detonation ist das Haus teilweise eingestürzt und auf dem
Areal stieg eine Wolke aus Staub und Rauch gen Himmel. In den Schutt- und
Trümmerkegeln wurden mehrere Personen vermisst. Überall waren Hilferufe zu
vernehmen und irrten verletzte Personen umher. Zudem war ein Personenwagenlenker
durch den Knall so erschreckt worden, dass er frontal in einen abgestellten
Lastwagenanhänger geprallt ist und in seinem Wagen eingeklemmt wurde.
Grossaufgebot
Rasch war die Equipe unter Einsatzleiter Vize-Kommandant Martin Schürmann vor
Ort und leitete erste Rettungsmassnahmen ein. Da ein solches Szenario auch in
Realität unmöglich nur von der Birsfelder Feuerwehr alleine bewältigt werden
kann, wurden weitere Ereignisdienste in die Übung einbezogen. So kamen in
rascher Folge auch die Schnelleinsatzformation DART des Zivilschutzes
Birsfelden, der Samariterverein Birsfelden und
Rettungshunde von REDOG Regionalgruppe Basel. Im Ernstfall würden selbstverständlich neben der Sanität Basel zusätzlich
die Stützpunktfeuerwehr Basel und weitere Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden
verständigt.
Alle Hände voll zu tun
Der Einsatzleiter hatte alle Hände voll
zu tun. Dem Ereignis entsprechend bildete er mehrere Abschnitte, die jeweils von
einem Feuerwehroffizier betreut wurden. So mussten die vom "Feuer" bedrohten
Personen schnellstmöglich aus den Trümmern gerettet und die Vermissten gesucht
werden. Ausserdem musste das demolierte Auto mit hydraulischen
Rettungswerkzeugen geöffnet werden, um zu dem
eingeklemmten Verletzten gelangen zu können.
Zivilschutz und Rettungshunde im
Einsatz
Da mehrere Personen unter den Trümmern vermutet wurden, mussten schwere
Gerätschaften eingesetzt werden, die die Feuerwehr nicht in ihrem Gerätebestand
hat. Der Zivilschutz rückte deshalb mit Presslufthämmern an, um einen Zugang zu
den Verschütteten freizulegen. In ganz schwierigen Fällen gelangten auch die
Rettungshunde zum Einsatz. Hierzu mussten jeweils alle Retter den Schadenplatz
räumen und ruhig am Rande des Geschehens innehalten, damit die empfindlichen
Nasen der Suchhunde nicht durch den Geruch der Helfer oder Lärm- und
Abgasemissionen gestört wurden.
Positive Schlussbilanz
Der Kombinierte Einsatz mit
Zivilschutz, Samaritern und Rettungshunden war für die Feuerwehr Birsfelden eine
Premiere! Die Zusammenarbeit gestaltete sich gut und konstruktiv, was sich bei
der Schlussbesprechung zeigte. "Die Koordination unter den eingesetzten
Ereignisdiensten klappte von Anfang an", bemerkte Oblt Daniel Lerch von der
Übungsleitung. "Trotz zeitweisem Gedränge auf den Trümmerkegeln wurde ruhig und
speditiv gearbeitet", fasste er die gelungene Einsatzübung positiv zusammen.